Wo wurden Petroleumherde verwendet?
Um die Jahrhundertwende gehörten tragbare Petroleumherde zum Alltag vieler Haushalte. Besonders in Städten, in denen Wohnraum knapp war und viele Wohnungen noch über keine fest eingebaute Küche verfügten, boten sie eine praktische und unabhängige Kochmöglichkeit.
Typische Einsatzorte um 1900
Arbeiterwohnungen und städtische Mietshäuser
In den rasch wachsenden Industriestädten wie Hamburg, Berlin oder Leipzig lebten viele Familien auf engem Raum. Ein tragbarer Petroleumherd benötigte weder einen Gasanschluss noch einen Kamin und eignete sich daher ideal für kleine Wohnungen.
Bauernhäuser
In vielen ländlichen Haushalten ergänzte der Petroleumherd den großen Holzherd. Gerade im Sommer lohnte es sich nicht, den massiven Küchenherd nur für eine kleine Mahlzeit oder eine Kanne Kaffee anzuheizen.
