10''' Mitrailleusen- oder Diamant-Brenner, Schwintzer & Gräff in Berlin
10''' Mitrailleusen- oder Diamant-Brenner, Schwintzer & Gräff in Berlin
Artikelnummer: | BS_H_AM_030 |
Diverse Brenner: | |
Brenner: | Schwinzer & Gräff, Berlin; Patent Diamant Brenner |
linig ''': | 10''' |
Zylinder Kosmosform: | 53 mm |
Zylinder Matadorform: | |
Zylinder gerade: | |
Dochtbreite: | Volldocht 4 mm |
Saugdocht: | Nein |
Docht eingezogen: | Ja |
Gewinde Seite Vasenring: | ca. 32.8 mm |
Zustand Brenner: | aus altem Bestand |
Rarität: | Ja |
195,00 CHF
Zzgl. Versand. und Verpackung
Sofort ab Lager: Abverkauf vorbehalten
10''' Mitrailleusen- oder Diamant-Brenner, Schwintzer & Gräff in Berlin
Entweder in Lizenz gebaut oder wahrscheinlicher einfach für den Händler gelabelt. Erste Patente 1879 Hr. Touché schreibt, dass ein Franzose mit dem Namen Defienne diesen Brenner zum ersten Mal 1873 vorgestellt hat. Der Mitrailleusen-Brenner verwendet keinen Flachdocht, den wir bisher von allen Flach- und Rundbrennern kennen, sondern mehrere Volldochte (das sind Dochte, die nicht schlauchförmig hohl, auch nicht flach, sondern mit Dochtmaterial volle Dochte sind, die einen Durchmesser von ca. 5 mm haben), die senkrecht parallel zueinander in einem engen Kreis angeordnet sind. Das können 10, 12, 16 oder 20 einzelne Volldochte sein, je nach Größe des Brenners. Die einzelnen Flammen der Dochte schließen sich zusammen zu einer runden, innen hohlen Flamme; damit gehört dieser Brenner zumindest in dieser Hinsicht zu den Rundbrennern, obwohl er keinen breiten Flachdocht verwendet. Alle im Kreis angeordneten Volldochte werden mit einem Dochtrad gemeinsam nach oben oder nach unten bewegt. Der Brenner wird mit einer Flammscheibe älteren Typs (mittelgroße flache Scheibe auf einem dünnen Stift) betrieben. Der verwendete Glaszylinder ist ein Knick-Zylinder. Der martialische Name rührt von einem Maschinengewehr, das ab Ende des 19. Jahrhunderts in allen Kriegen eingesetzt wurde und französisch Mitrailleuse hieß. Die Besonderheit dieses Gewehrs lag daran, dass die Gewehrpatronen in eine Art Drehtrommel kamen und in sehr schneller Reihenfolge nacheinander verschossen wurden. Die senkrecht parallel angebrachten, schmalen Führungsrohre für die Dochte des Brenners, erinnern an diese Gewehrtrommel, was dem Brenner den Namen gab. Es muss damals eine gewisse Begeisterung für solche Tötungsmaschinen geherrscht haben, sonst hätte man diese Namensgebung wohl eher vermieden. Nach einer bestimmten Zeit wurden sie dann nur noch Diamant-Brenner genannt.
Mitrailleusen-Brenner waren wohl aufgrund ihrer aufwändigen Konstruktion recht teuer und haben sich daher im Markt nicht durchgesetzt. Sie sind heute rar und teuer.